Das erste Mal - 8. Februar 2010

..., dass ich heute nicht mitgegangen bin zum Nachtessen. Ich liege mit Fieber und Bauchweh im Bett. Mal wieder typisch! Da reist man, ist auf Achse und hält nur kurz inne und kaum betritt man den wundervollen Resort, bezieht das grosszügige Zimmer, das wundervolle Bett, das weiche Kissen, ein Bad mit richtigem WC und WC-Papier (!!!), eine eigene Dusche .... und mich litzt‘s. So ein Mist. Ich habe aber entschieden, nun mal die ganze Sache ausbrechen zu lassen und sie nicht mit Medikamenten zu unterdrücken. Drum liege ich zum ersten Mal seit Monaten alleine in einem Zimmer und weiss nicht, ob mich die Ruhe freuen, oder ob ich mich einsam fühlen soll. Richtig komisches Gefühl und ich meine nicht das in meiner Magengegend. Die Vorstellung, dass ich in ein paar Monaten plötzlich wieder alleine daheim sein werde, beängstigt mich. Man gewöhnt sich eben ans Zusammenleben, sonst würde das ganze ja auch gar nicht klappen. Und die anfänglichen Probleme des Niealleineseins, haben wir schmerzlos überwinden können und manchmal denke ich, dass mir das Gegenteil schwieriger fallen wird.


Das permanente Zusammenleben fordert gigantische Rücksichtnahme aller Beteiligten, etwas, das wir alle lernen mussten. In Anbetracht, dass unsere Buben gerade die Teeniephase durchlaufen, auch nicht immer ein einfaches Unterfangen. Oftmals muss der Teenager auf der Strecke bleiben und sich entscheiden, ob er als Kind oder Erwachsener wahrgenommen werden will, das Dazwischen ist zu energieverbrauchend. Es nimmt mich Wunder, ob Andrin und Roman daheim dann voll all die Teenagerallüren ausleben werden, oder aber ob es das dann war und sie einfach zu jungen Erwachsenen in diesem Jahr mutiert sind. Die Verantwortungen, die Diskussionen, die Entscheide, die sie zusammen mit uns oftmals fällen dürfen oder müssen, verlangen einen erwachsenen Ansatz.


Für Gezicke, Flöhe, pupertäre Ängste oder stundenlanges Vordemspiegelstehen ist so eine Weltreise definitiv nicht der richtige Ort.