Tauchen - 27. März 2010

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Das Geschäft mit dem Tauchen ist in Semporna riesig. Vor allem die Tour auf die Insel Sipidan ist ein super Geschäft. Da es aber nur 120 Lizenzen pro Tag hat, ist die Insel fast jeden Tag im Jahr ausgebucht. Sipidan gilt als fünftbestes Tauchparadies der Welt. Was uns erwartet, wissen wir noch nicht. Doch gespannt sind wir sehr darauf.


Unsere Fahrt fing in Sandakan an. Die Hotelfrau schrieb uns auf einen Zettel eine Busnummer auf und sagte uns, wir sollten zum blauem Bus gehen. Quer auf der anderen Seite der Stadt hielten wir bei einem Busdepot an. Die Beamten zeigten uns den Weg um ein Gebäude. Dort stand dann eine lange Reihe blauer Busse. Der Sechste war die Nummer sieben. Sofort stiegen wir ein, bezahlten die Tickets und es ging los. Der Bus war nicht voll gestopft, aber fast voll. So mussten wir Papa mit dem Gepäck auf einen Stuhl packen, um nicht noch einen Stuhl zu bezahlen. Nach einer zehn Minuten Fahrt, erreichten wir den Flughafen, ausserhalb der Stadt. Roman holte als erstes einen Schubwagen um unser Gepäck darauf zu laden. Wir stiessen ihn zum Schalter und checkten die Rucksäcke ein.


Das Flugzeug landet nach einem fünfzig Minuten Flug auf dem Boden Tawaus. Von dort aus nahmen wir mit einer einheimischen Frau den Weg zum Bus. Das Ticket kostete aber pro Person zehn Ringit (drei Franken), das der halbe Preis des Taxis war. Der Vorteil des Taxis war, wir hatten unsere eigenen Plätze, mussten nicht über einen Umweg nach Semporna gehen und wir erreichten um acht Uhr Abends die Stadt. Also hiess es nichts wie raus und das erste Taxi nehmen.


Wir haben super geschlafen. Das Bett war weich und die Klimaanlage war angenehm. So frühstückten wir und gingen auf die Strasse nach einer Tauchvermietung schauen. Wie schon am Anfang gesagt, es hat nur 120 Lizenzen und so mussten wir mit zwei Tauchbasen einen gerechten Deal finden. Doch eine der Zweien konnte bei einer anderen Base zwei Lizenzen abkaufen und wir hatten den Ausflug ins Paradies.


Das Schiff stand im Hafen bereit um abzulegen. Wir hatten es uns bequem gemacht und fingen an mit unseren Tauchbuddys zu sprechen. Zwei von ihnen waren aus England, die anderen zwei aus Schottland und hatten schon über zweihundert Tauchgänge gemacht, davon fast alle im Barrier Reef und eine Familie aus Thailand. Der Vater der Familie war Russe. Wir sprachen kaum mit ihnen. Dann hiess es Ausrüstung packen und sich startklar machen für den ersten Tauchgang. Ich war der letzte vor der Tauchlehrerin, der ins Wasser sprang. Unsere Gruppe aus uns, der Thaifamilie und den zwei Schotten, waren alle mit dem Kopf über dem Wasser und warteten bis die Tauchlehrerin uns das Kommando gab abzutauchen. Der erste Ort hiess Barracuda Point. Wie schon der Name sagt, begegneten wir als erstes einem gigantischen Schwarm aus metergrossen Barracudas. Alle glitzerten in der Sonne und ich konzentrierte mich auf die Regel, die mir in Florida gesagt wurde: Schau nie einem Barracuda in die Augen. Bei dieser Menge Barracudas war das nicht zu machen. Ich war mitten im Schwarm der Räuber. Sie zogen langsam ihre Runden um unsere Gruppe und zogen dann ab.


Als nächstes zog ein Schwarm Tunas an uns vorbei. Über das Riff zu schweben und dabei nichts zu denken, ist einfach super. Überall hatte es bunte Fische, die im Sonnenlicht glimmerten. Im zweiten Tauchgang ging es einer Felswand entlang. In ihr war es unheimlich und finster. Doch sahen wir neun Green Turtles und acht Riffhaie. Die Insel selbst türmt sich auf einer kleinen Fläche schnell auf und am Rande der Insel, geht es 600 Meter tief runter. Im dritten Tauchgang schwammen wir noch einmal über ein Riff. Wobei uns die Haie Gesellschaft leisteten. Es hatte ganz viele Korallen, die sich in allen Formen in die Richtung der Sonne ragten. Sipidan ist ein supergutes Tauchparadies und ich gehe noch einmal in meinem Leben dort tauchen.